Zum Jahresende Gutes tun

Der Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen e.V. setzt sich schon lange für die Erhaltung unserer Kulturlandschaft ein. Dazu zählen auch die vielen alten Obstalleen rund um Dörfer und Städte in der Region Nordsachsen. 

Um die Erhaltung alter Obstalleen zu unterstützen, wurde ein Crowdfunding-Projekt ins Leben gerufen. Selbst mit einem kleinen Beitrag können Sie somit dem LPV bei seiner Arbeit helfen. Hier gehts zum Projekt: https://www.leipziger-crowd.de/pflanzungvonobstbaeumen

Mit dem gesammelten Geld werden 98 Obstbäume historischer oder regionaler Obstsorten gepflanzt und in den ersten Jahren bis zum Jungbaum gepflegt. Zusätzlich möchte der LPV Baumpatenschaften verleihen. Baumpaten werden bei der Pflege ihrer Bäume unterstützt und genießen das Privileg der Beerntung ihrer Patenbäume.

Nachtrag: 8.534 Euro bei 86 Unterstützern haben wir bisher schon zusammen bekommen. Geplant war eine Mindestsumme von 8.100 Euro. Diesen Betrag haben wir nun, dank der vielen Untersützer "geknackt", wobei die Aktion noch 2 Tage läuft. Es darf gern weiter gespendet werden, mit dem Mehrbetrag werden wir weitere Bäume kaufen und pflanzen.

Streuobstreferenten gesucht!

Aktuell führt die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) im Rahmen des INTERREG-Projektes "Bildung zum Erhalt alter sächsischer und polnischer Obstsorten in der Grenzregion Sachsen/Polen" eine Recherche durch, um zu erfahren, welche Bildungsangebote im Bereich Obst/Streuobst vorhanden und welche Personen als Referenten tätig sind.

Die LaNU möchte damit regionale Schwerpunkte erkennen und "weiße Flecken" enttarnen. Die Ergebnisse werden in einem Bildungskatalog für die Förderregion (LK Bautzen, Görlitz, Woidwodschaft Niederschlesien) vereint, der dann über Fortbildungskurse für die interessierte Fachöffentlichkeit und für die breite Öffentlichkeit informiert.

Wie Sie die LaNU bei der Erstellung dieses Kataloges unterstützen können erfahren Sie hier

Crowdfunding

In diesem Herbst plant die Oberlausitz-Stiftung erneut eine Pflanzung historischer Obstsorten in Ostritz. Insgesamt sollen diesmal 90 hochstämmige Bäume gepflanzt werden. Es handelt sich hierbei um Sorten, die früher in Sachsen weit verbreitet waren oder sogar in Sachsen gezüchtet wurden. Heute sind diese Sorten zum größten Teil selbst in sehr gut sortierten Baumschulen nicht mehr vorhanden. Einige Sorten galten sogar als verschollen.

Die Kosten für die Pflanzaktion betragen ca. 9.000 Euro. Darin enthalten sind die Beschaffung der Edelreiser, drei Pflanzpfähle mit Querlatten, Wühlmausschutz, Anbindmaterial, die Bäume selber, die Aufzucht in der Baumschule sowie die Anwuchspflege.

Gemeinsam mit dem BUND Görlitz soll ein Teil der Kosten über Crowdfunding gesammelt werden. Deine Unterstützung geht über visionbakery.com/obstsorten

Streuobst goes UNESCO

Der gemeinnützige Verein Hochstamm Deutschland e.V. setzt sich deutschlandweit für den Erhalt von Streuobstwiesen ein, denn die Bestände gehen Jahr für Jahr zurück.

Mit jeder verschwundenen Wiese geht nicht nur ein besonderes Stück Kulturlandschaft verloren, sondern auch das mit dem Anbau und der Verarbeitung verbundene Wissen. Um Streuobstwiesen wieder verstärkt ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, möchte der Verein die Streuobstwiesen auf die Liste des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO bringen und so zu ihrem Schutz beitragen. 

Für die Erstellung des Antrages hoffen die Initiatoren auf eine rege Form der Unterstützung: Sowohl das Einreichen geeigneter Materialien, als auch das Eintragen in eine Unterstützerliste sind über die Homepage des Vereins möglich. Eine Teilnahme am Foto-Wettbewerb "Kulturgut Streuobst" ist noch bis 8. September möglich.

Höhlenbäume - Das versteckte Paradies

"Der alte Baum muss weg!" - haben Sie auch einen von diesen Exemplaren auf Ihrem Grundstück? Morsch, knorrig und mit Höhle, aus der selbst der Specht schon ausgezogen ist? Meise und Star bewohnten ihn ebenfalls und haben viele Jahre ihre Jungen dort aufgezogen. Jetzt wird er zum Teil von Pilzen bevölkert und zerfällt nach und nach.
Auch wenn man es kaum glauben mag, diese Bäume sind alles andere als tot und besonders in ihren Höhlen herrschen nach wie vor paradiesische Lebensbedingungen für allerlei Getier. Bis zu 500 Insektenarten finden dort noch immer ein zu Hause!

Eine von ihnen ist der Juchtenkäfer. Auch unter dem Namen "Eremit" bekannt, gehört er zur Familie der Blatthornkäfer und ist damit ein entfernter Verwandter der bekannteren Rosen- und Mistkäfer. Im Gegensatz zu diesen, steht er allerdings auf der Roten Liste bedrohter Arten, da er es vorzieht ein sehr zurückgezogenes Leben in den mulmgefüllten Höhlen alter Bäume zu verbringen.

Der Landschaftspflegeverband Sächsische Schweiz-Osterzgebirge e. V., versuchen trotzdem unser Glück und macht sich auf Spurensuche. Begleiten Sie ihn zusammen mit dem Entomologen Dr. Jörg Lorenz und erfahren Sie Wissenswertes über das Leben in alten Höhlenbäumen, deren vielfältigen Bewohner sowie Pflege und Erhaltung.

Wann? - 1. August 2019 um 15 Uhr

Wo? – Treffpunkt Freital, Spielplatz am Hammerbachtal (Ecke Kohlsdorfer Str./ Am Grünen Tälchen)

Die Exkursion ist kostenfrei, über eine Anmeldung per Telefon (03504 629661) oder über unsere Internetseite (www.obst-wiesen-schaetze.de - Rubrik "Seminare") würden wir uns trotzdem freuen.