Crowdfunding

In diesem Herbst plant die Oberlausitz-Stiftung erneut eine Pflanzung historischer Obstsorten in Ostritz. Insgesamt sollen diesmal 90 hochstämmige Bäume gepflanzt werden. Es handelt sich hierbei um Sorten, die früher in Sachsen weit verbreitet waren oder sogar in Sachsen gezüchtet wurden. Heute sind diese Sorten zum größten Teil selbst in sehr gut sortierten Baumschulen nicht mehr vorhanden. Einige Sorten galten sogar als verschollen.

Die Kosten für die Pflanzaktion betragen ca. 9.000 Euro. Darin enthalten sind die Beschaffung der Edelreiser, drei Pflanzpfähle mit Querlatten, Wühlmausschutz, Anbindmaterial, die Bäume selber, die Aufzucht in der Baumschule sowie die Anwuchspflege.

Gemeinsam mit dem BUND Görlitz soll ein Teil der Kosten über Crowdfunding gesammelt werden. Deine Unterstützung geht über visionbakery.com/obstsorten

Streuobst goes UNESCO

Der gemeinnützige Verein Hochstamm Deutschland e.V. setzt sich deutschlandweit für den Erhalt von Streuobstwiesen ein, denn die Bestände gehen Jahr für Jahr zurück.

Mit jeder verschwundenen Wiese geht nicht nur ein besonderes Stück Kulturlandschaft verloren, sondern auch das mit dem Anbau und der Verarbeitung verbundene Wissen. Um Streuobstwiesen wieder verstärkt ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, möchte der Verein die Streuobstwiesen auf die Liste des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO bringen und so zu ihrem Schutz beitragen. 

Für die Erstellung des Antrages hoffen die Initiatoren auf eine rege Form der Unterstützung: Sowohl das Einreichen geeigneter Materialien, als auch das Eintragen in eine Unterstützerliste sind über die Homepage des Vereins möglich. Eine Teilnahme am Foto-Wettbewerb "Kulturgut Streuobst" ist noch bis 8. September möglich.

Höhlenbäume - Das versteckte Paradies

"Der alte Baum muss weg!" - haben Sie auch einen von diesen Exemplaren auf Ihrem Grundstück? Morsch, knorrig und mit Höhle, aus der selbst der Specht schon ausgezogen ist? Meise und Star bewohnten ihn ebenfalls und haben viele Jahre ihre Jungen dort aufgezogen. Jetzt wird er zum Teil von Pilzen bevölkert und zerfällt nach und nach.
Auch wenn man es kaum glauben mag, diese Bäume sind alles andere als tot und besonders in ihren Höhlen herrschen nach wie vor paradiesische Lebensbedingungen für allerlei Getier. Bis zu 500 Insektenarten finden dort noch immer ein zu Hause!

Eine von ihnen ist der Juchtenkäfer. Auch unter dem Namen "Eremit" bekannt, gehört er zur Familie der Blatthornkäfer und ist damit ein entfernter Verwandter der bekannteren Rosen- und Mistkäfer. Im Gegensatz zu diesen, steht er allerdings auf der Roten Liste bedrohter Arten, da er es vorzieht ein sehr zurückgezogenes Leben in den mulmgefüllten Höhlen alter Bäume zu verbringen.

Der Landschaftspflegeverband Sächsische Schweiz-Osterzgebirge e. V., versuchen trotzdem unser Glück und macht sich auf Spurensuche. Begleiten Sie ihn zusammen mit dem Entomologen Dr. Jörg Lorenz und erfahren Sie Wissenswertes über das Leben in alten Höhlenbäumen, deren vielfältigen Bewohner sowie Pflege und Erhaltung.

Wann? - 1. August 2019 um 15 Uhr

Wo? – Treffpunkt Freital, Spielplatz am Hammerbachtal (Ecke Kohlsdorfer Str./ Am Grünen Tälchen)

Die Exkursion ist kostenfrei, über eine Anmeldung per Telefon (03504 629661) oder über unsere Internetseite (www.obst-wiesen-schaetze.de - Rubrik "Seminare") würden wir uns trotzdem freuen.

Herbstseminar zum Obstbaumschnitt

Der Landschaftspflegeverband Sächsische Schweiz-Osterzgebirge e.V. lädt im Rahmen seines Projektes „Goldmarie sucht Eremit & Co.“ alle Interessierten ein, bei Seminarveranstaltungen Wissenswertes in Theorie und Praxis über Schnittmöglichkeiten, zur Pflege oder auch Sanierung von Obstgehölzen zu erlernen.
Jeder der erfahren möchte was man unter einem Erziehungs-, Pflege- oder Verjüngungsschnitt versteht und diesen fachgerecht durchführt, ist zu den kostenfreien Seminarveranstaltungen herzlich willkommen.
Die Termine finden Sie in unserem Veranstaltungskalender...

Fachtagung "Alte Obstsorten - Wunderbares Erbe und zugleich Verpflichtung" (22.-23. Oktober)

Der Erhalt alter regionaler Obstsorten ist aus unterschiedlichen Gründen wichtig. Zum einen ist es kulturelles Erbe und spielt eine Rolle in Geschichten und regionlen Rezepten. Zum anderen ist das genetische Potenzial dieser Obstsorten wichtig für die Züchtung und weiterführend für die Sicherung der Obstversorgung der Bevölkerung. 

In der Fachtagung wird ein Überblick gegeben, welche Akteure sich in Sachsen und Tschechien für den Erhalt alter Obstsorten engagieren. Außderdem soll gemeinsam darüber beraten werden, wie eine künftige Zusammenarbeit möglich ist. Die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt lädt desshalb alle Partner, die Interesse an Streuobst und dem Erhalt alter Obstsorten haben, recht herzlich zu dieser Tagung ein. 

Ablauf der Tagung, Teilnahmevorraussetzungen und Hinweise zur Anmeldung finden Sie hier.