Streuobstbeiträge gesucht

Bei den „Tagen der Biodiversität 2027“ von 23. – 26. Februar 2027 an der Universität Innsbruck ist eine Session vorgesehen zum Thema „Streuobst: erfassen – aufwerten – sichern“ mit Beiträgen zu aktuellen Forschungsarbeiten, Projekten und Praxiserfahrungen rund um Streuobstbestände und deren Erfassung, Aufwertung und langfristige Sicherung.

Dafür werden noch Vortagende gesucht. Die Vorträge sind auf maximal 15 Minuten inklusive einer kurzen Fragerunde (2 bis 3 Minuten) ausgelegt. Streuobst Österreich unterstützt die Session als Co-Chairs und lädt die gesamte Streuobst-Community ein, Ergebnisse von Forschungsprojekten zu präsentieren.

Bei Interesse reichen Sie Ihren Beitrag bis spätestens 08. September 2026 ein unter: Tage der Biodiversität/Streuobst

Neue Übersicht stärkt handwerkliche Baumschulen und Streuobstwiesen

Handwerkliche Baumschulen sind ein wichtiger Baustein für den Erhalt der Streuobstwiesen und der regionalen Obstsortenvielfalt. Darauf weisen die BaumLand-Kampagne, der Bund deutscher Baumschulen (BdB), der BUND, der Fachverband Obstgehölzpflege, Hochstamm Deutschland, der NABU-Bundesfachausschuss Streuobst und der Pomologen-Verein in einer gemeinsamen Pressemitteilung hin.

Kleine, vielfältig aufgestellte Baumschulen stehen zunehmend unter Druck. Billigimporte, der Strukturwandel und die Folgen der Klimakrise führen dazu, dass ihre Zahl weiter sinkt. Dabei verfügen sie über wertvolles Fachwissen zur Vermehrung regionaltypischer Obstsorten und gewährleisten durch eigene Veredelung und transparente Herkunfts-kennzeichnung eine hohe Sortenechtheit.

Um mehr Orientierung zu schaffen, haben die beteiligten Organisationen eine bundesweite Übersicht handwerklicher Baumschulen veröffentlicht. Die auf der NABU-Website verfügbare Liste umfasst mehr als 180 Betriebe und informiert unter anderem darüber, welche Baumschulen ihre Obstgehölze selbst veredeln, Bio-Ware anbieten oder Auftrags-veredelungen durchführen. Damit soll die Suche nach qualitäts-orientierten Baumschulen erleichtert und gleichzeitig die heimische Baumschulbranche gestärkt werden.

Die nach Bundesländern sortierte Übersicht ist auf der NABU-Website abrufbar: Liste Deutscher Baumschulen

Sachsens historische Apfelsorten

Vor kurzem ist die Publikation "Sachsens historische Apfelsorten. Beschreibungen - Abbildungen - Erhalt" von Michael Schlitt, Jan Bade und Jens Meyer erschienen. 

Die bereits 2019 erschienene Publikation "Sachsens historische Obstsorten" gibt einen Überblick über diejenigen Obstsorten, die aus Sachsen stammen. Die neue Publikation stellt hingegen 50 Apfelsorten vor, die zwar nicht aus Sachsen stammen, aber dennoch früher in Sachsen weit verbreitet waren. 

Weitere Informationen finden Sie auf oberlausitz-stiftung.de

Erfolg für die alte Kirschallee in Wedelwitz

Das Crowdfunding-Projekt zur Ergänzungspflanzung einer alten Kischallee in Nordsachsen wurde dank vieler Unterstützer erfoglreich abgeschlossen. Im März sind ca. 100 junge Obstbäume in die Erde gekommen. Viele Baumpaten waren bei der Pflanzung persönlich mit Spaten vor Ort und haben ihre Bäume in die von der Agrargenossenschaft Jesewitz vorbereiteten Löcher gesetzt. 

Nun erfassen die beteiligten Kommunen die neuen Bäume in ihren Baumkatastern. Mit der Katasternummer können anschließend die Baumschilder und Urkunden der Baumpaten in Auftrag gegeben werden. Denn jeder Baum erhält ein Schild mit dem Namen des Spenders.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie beim LPV Nordwestsachsen e.V.